Tipps für das Laufen im Juni 2011

Was ist los im Juni? Wo gibt es spannende Angebote, die Lauferlebnisse zu erweitern und Land und Leute kennenzulernen, bzw. in den Ferien auch auf das Laufen nicht zu verzichten. Alles das habe ich im kommenden Artikel zusammengetragen und kommentiert. Auch um das gepriesene Vitamin D soll es gehen und um die ultimativ wichtigen Laufutensilien.

Sightseeing und Jogging, der neue Trend, Vorreiter ist Deutschland oder besser gesagt, es gibt die größte Dichte der sightrunning Angebote – Laufen zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt wäre auch viel zu lang. So kannst du in Frankfurt Infos bekommen unter www.sightjogging.ffm.de oder allgemeine Tipps und Auskünfte unter www.germanrunningtours.come oder du schaust einfach unter www.laufKultur.de. Hier sind die Städte aufgelistet, mit Bildern und Kurzbeschreibung, die laufend erkundet werden können, so zum Beispiel Berlin, Frankfurt, Offenbach, Dresden, Weimar, Essen, Düsseldorf, aber auch London und Paris sind gelistet. Du bist im Ausland unterwegs: auch dafür gibt es einen Link www.globalrunningtours.com, der dir zeigt, ob es in der jeweiligen Stadt, in der du dich befindest oder die du besuchen willst, Laufveranstaltungen mit Stadtführungscharakter gibt.

Die Idee des laufend Städte kennenlernen ist genial, du hast nicht viel Zeit, kennst eine fremde Stadt nicht, und willst was für die Gesundheit tun. Also, was tun? Im Bus sitzen und zuhören? Na ja. Aber trabend die Stadt erkunden, das hat was. Du kannst die Fakten besser aufnehmen, da sie zum einen kondensierter – sprich weniger – sind, zum anderen hast du dich bewegt und musst nicht auf dein Läufchen an diesem Tag verzichten. Es gibt die Touren als Einzelläufe, hier wird sich der Guide an dein persönliches Tempo und deine Interessen anpassen, oder es gibt Gruppenläufe, in denen du zusätzlich interessante Menschen kennenlernen kannst, die deine Laufbegeisterung teilen. In den USA sind sogenannte beer runs sehr oft zu finden, mit dem abschließen Bier natürlich.

Laufreisen: Willst du den Fokus deines Interesses und natürlich auch deines Trainings noch mehr auf Laufen hin ausrichten, dann kommt eine Laufreise in Betracht. Natürlich ist es dir überlassen, ob du nun zwei Marathons in einem Monat laufen willst – wie das gehen soll, ist in so mancher Laufzeitschrift beschrieben, was es tatsächlich mit sich bringen kann, eher weniger. Oder ob du ein Ziel anvisierst, für das du dann gezielt trainierst, hängst sicherlich von vielen Faktoren ab. Einer, der wohl für Deutsche, aber auch für Franzosen unglaublichste Lauf, ist der Crazy jog in Paris. Es werden 7 km gelaufen, wobei 6 Hindernisse zu überwinden sind. So müssen zum Beispiel Container überlaufen werden, es gibt einen Slalom an Mülltonnen vorbei, es werden Autoreifen durchlaufen, du musst dich durch einen Autostau durchkämpfen um schließlich kurz vor dem Ziel Mauern zu überklettern. Richtig zu tun hat vieles mit laufen nicht so viel, soll jedoch ein Heidenspaß werden. Anmeldung nur mit ärztlichem Attest, wie bei allen Laufveranstaltungen in Frankreich.

Die Art des Wettkampfs oder Laufevents, d. h. ob Halbmarathon oder Marathon, hängt sicher auch von vielen Faktoren ab. Mir persönlich hat es immer mehr Spaß gemacht nicht nur für das Laufereignis anzureisen, sondern auch vorher oder nachher etwas Urlaub einzuplanen, um die Gegend kennen zu lernen oder einfach auszuspannen. Was für den einen der ultimative Kick bedeutet, wie in Athen auf dem legendären olympischen Parcours zu laufen, ist für den anderen der Singapur- oder Hawaii-Marathon. Wo die einen nach Zeiten jagen, sind die anderen mehr für die beschaulicheren Dinge zu haben, wie Atmosphäre oder Charakter der Strecke oder Attraktivität des Ziellandes. Wo die einen die Aufregung, die Menschenmenge und die Bands der Großstadt suchen, sind die anderen eher für Landschaftmarathons und ruhigere Läufe zu haben, die grandiose Landschaft, Höhenmeter und Sichten versprechen. Sicher sind auch Geldbeutel und Urlaubsplanung allgemein ein nicht zu vernachlässigter Faktor, denn wenn die Reise das Jahresbudget einer vierköpfigen Familie sprengt, wird dies zu eventuellen Problemen führen. Du solltest auch einplanen, ob du gut im Winter oder lieber im Sommer mehr trainierst, denn wenn das Training keinen Spaß macht oder dich quält und nervt, was soll das Ganze dann? Sehr beliebt sind in letzter Zeit auch die Staffel-Läufe. Du kannst am Wettkampferlebnis teilhaben ohne vorher groß trainiert zu haben bzw. ohne wirklich erstklassig zu laufen, denn das Team ist entscheidend.

Vitamin D und Sonnenschutz: In der Literatur ist viel zu lesen über Vitamin D, Vitamin-D-Mangel und ähnliches mehr. Was ist Vitamin D eigentlich und verhindert Sonnenschutzcreme dessen Bildung? Es wird mit Hilfe von Sonnenlicht in der Haut gebildet. Es besteht aus Calciferol und Derivaten (was auch immer das ist) und ist ein fettlösliches Vitamin, das Hormonwirkung besitzt. Du brauchst es für den Knochenbau, die Muskulatur und das Immunsystem. Es hilft, das Kalzium aus der Nahrung ins Blut zu bringen. Kalzium brauchst du ebenfalls für die Knochen, Muskeln und Nerven. Mit Hilfe von UV-Strahlen entstehen in der Oberhaut Provitamine, die dann in Vitamin D umgewandelt werden. Der Name Vitamin D ist übrigens irreführend, denn echte Vitamine können von unserem Körper nicht selbst gebildet werden; Vitamin D ist eigentlich ein Hormon. Doch zurück zu meiner Ausgangsfrage: Wird die Bildung des Vitamins D gemindert oder gar gehemmt, wenn wir Sonnenschutz auftragen? Sollen wir deshalb einen nicht so hohen Sonnenschutzfaktor wählen? Da ist sich die Literatur uneins. Klar gesagt werden kann: Die Dosis macht das Gift. Jeden Tag 10 bis 15 Minuten Aufenthalt im Freien ist super angesagt, mehr kann schädigen, den einen mehr, den anderen weniger. Das Solarium hilft im Winter übrigens nicht, Vitamin D zu bilden, es ist nur der trendige Bräunungseffekt, den es vollbringen kann. Und vielleicht fühlst du dich auch wegen der Wärme einfach besser, wenn es draußen kalt ist. Doch bis dahin ist es ja noch ein Weilchen.

Nützliche Laufassessoirs: was wäre euer Training ohne die kleinen Helfer des Sommers, die uns das Leben versüßen. Ob coole Sonnenbrille, die mit neuem Design besser gegen die Sonnenstrahlen schützen soll, oder ob Movicam, eine Kleinkamera, eine Kamera, die wie eine Stirnlampe an selbiger getragen die Laufereignisse im Bild festhält, für den Laufbegeisterten sind die kleinen Gadgets sehr anziehend. Übrigens, noch einfacher geht das Filmen mit der Kamerasonnenbrille, bei der die Kamera, wie der Name schon sagt, in die Sonnenbrille eingebaut ist. Das alles und noch viel mehr ist auf dem Freizeitmarkt zu haben. Und weiter geht es: es gibt Mobiltelefone, die sind so klein und leicht wie eine Kreditkarte, als Zweitgerät gedacht, günstig im Preis. Mit wenig Gewicht sind sie ultra-praktisch, stören nicht, man oder frau ist immer erreichbar und bei einem Unfall geht nicht das teure Smartphone in die Brüche. Der absolute Clou ist meiner Meinung nach der in den BH eingebaute Bluetooth: du trägst einen Brustgurt oder BH, der dir erlaubt, nach Gusto zu telefonieren oder Musik zu hören, ohne sichtbaren Knopf im Ohr versteht sich, die Kopfhörer sitzen mikroskopisch klein und unsichtbar in den Ohren. Also, wenn du nächstens jemanden vor sich hin sprechen sehen solltest, der kein Telefon am Ohr trägt, dann weißt du jetzt, er ist ungefährlich, führt keine Selbstgespräche und telefoniert einfach nur mit der neuesten Technik.

Fazit: Wie auch immer du den Sommer läuferisch oder walkend bestreitest, es ist immer wichtig das auszuwählen, was dir persönlich Freude macht. Ob der Lauf länger, und die Abende im Biergarten kürzer oder umgekehrt spielt keine wirkliche Rolle. Ob Hightech Laufgeräte oder schlicht ein paar alte Hosen und Schuhe, beides tut’s, wenn du Spaß dabei hast.

24.07.11 Veronika 396

Letzte Änderung: 2011-09-08 (Mathias Halbach)