Tipps für das Laufen im Mai
Im Mai ist es draußen am schönsten, sagt man, die Bäume und die Natur
sind in ein wunderbar leuchtendes Grün getaucht, so dass die Läufe zu einem
richtigen Naturerlebnis werden. Und natürlich gibt es auch hier einiges zu
beachten:
- Stichwort Zecken. Die kleinen Tierchen sind in aller Munde, und doch nicht
wirklich geliebt. Achtet auf Wege mit viel Grass, hier könnten sich Zecken
aufhalten. Nach dem Laufen am besten nochmals am Körper nachschauen, ob
irgendwo eine verdächtige Stelle zu sehen ist. Falls ihr schon eine Zecke
gefangen habt, keine Panik! Mit einer Zeckenzange – gibt es in jeder
Apotheke für ein paar Euro – lassen sich die Blutsauger leicht entfernen.
Bitte kein Öl oder ähnliches auf die Zeckenstelle geben, die Zecke gerät
in Panik und versucht genau das, was ihr vermeiden wolltet: sie schüttet
ihr Gift aus. Auch nicht quetschen oder ähnliches, einfach beherzt
rausziehen. Dann die Stelle beobachten, wenn sie sich entzündet oder sich
ein roter Kreis bildet, schnell zum Arzt. Man kann sich gegen FSME impfen,
aber eine Zecke kann auch Boreliose übertragen – dagegen existiert
derzeit keine Impfung. Es gibt auch ein Zeckenspray, mit dem man sich vor
dem Laufen behandeln kann – riecht noch nicht mal schlecht – aber
das ist natürlich zeitaufwendig, sich jedes Mal komplett einzusprühen. Falls
ihr irgendwann ständig müde seit, oder sonstige undefinierte Beschwerden
habt, würde ich den Arzt mal fragen, ob es sich um einen Zeckenbiss bzw.
Boreliose handeln kann. Das ist gut behandelbar, wenn man es früh genug
merkt.
- Heuschnupfen-Geplagte können im Mai ein Lied davon singen, wo die Pollen
fliegen und wie schön die Augen und Nase dann triefen. Oft wird dann der
Tipp gegeben, die Fenster geschlossen zu lassen und ja nicht nach
draußen zu gehen. Leute, so wird es nur schlimmer. Geht raus, aber
übernehmt euch nicht und macht langsam! Bei manchen Leuten wird es durch
die Bewegung bei frischer Luft und in der Sonne sogar besser. Also,
lasst euch das Laufen nicht vermiesen!
- Im Mai sind auch viele Feiertage, so dass der normale Lauftreff oft
ausfällt. Wenn ihr trotzdem laufen möchtet, fragt doch einfach in
eurer Gruppe mal die anderen Läufer, ob sie Lust und Zeit haben,
sozusagen privat zu laufen. Denn zusammen macht es bekanntlich mehr
Spaß und man umgeht die Gefahr, zu schnell loszulaufen und/oder sich
zu verausgaben. Oft findet man sogar eine Läuferschar an Feiertagen an
der Lichtwiese zur normalen Lauftreffzeit.
- Investiert in ein gutes Funktionshemd und Hose. Es trocknet schneller,
gibt ein angenehmes Körpergefühl und sieht auch meist noch gut aus.
Baumwolle ist out beim Laufen, Funktionskleidung ist in. Trinkt
genügend und gleichmäßig, nicht kurz vor dem Laufen eine Flasche
Wasser runterschütten, das wird so schnell nicht aufgenommen. Es ist
übrigens nicht nötig, beim Laufen Wasser mitzunehmen, eine Stunde
ist schnell vorbei und es ist ja auch kein Wettkampf. Bei
Wettkämpfen empfiehlt es sich zu schauen, wie viele Getränkestände
es gibt und wo diese sich befinden. Denn nichts ist ärgerlicher als
wenn man ganz ausgetrocknet ist – aber dieser Getränkestand nicht in
Sicht kommt. Oder noch besser: das Wasser grad aus ist.
- Es kann gut sein, dass bei wärmerem Wetter euer Blutdruck und Puls
anders ist als sonst: bei den einen höher als sonst – bei den
anderen niedriger. Manche Läufer haben die
rote Birne
, die
anderen werden plötzlich ganz blass. Es hilft, wie bei allem
eigentlich, langsam loslaufen. Wenn der Puls beim Laufen zu
schnell hochgeht, habt ihr entweder zu wenig getrunken – oder ihr
lauft zu schnell. Beides kann man gleich, oder spätestens beim
nächsten Mal ändern. Wenn ihr merkt, ihr seid ausgepowert, nicht
abrupt stehen bleiben oder sich gar hinsetzen, lieber ein wenig
hin- und hergehen.
- Wenn ihr sonst nur im Studio oder auf dem Laufband lauft, ist
Mai ein guter Monat, es auch mal draußen zu probieren. Im
Winter oder bei strömendem Regen ist das Laufen in der Natur
nicht gerade erquicklich, oder besser nicht für jeden. Im Mai
jedoch gibt es höchstens ein paar Gewitter, die schnell wieder
vorbei sind und den Körper eher erfrischen als schaden. Also,
gebt euch einen Ruck und probiert es mal draußen, ihr werdet
sehen, dass es viel leichter geht als auf dem Laufband. Das wäre
dann sozusagen schon die ideale Vorbereitung für den allerorts
beliebten Chase-Lauf.
17.05.08 Veronika
Letzte Änderung:
2011-09-08
(Mathias Halbach)