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November, die kalte Jahreszeit rückt näher – oder ist schon da. Es ist dunkel, morgens noch und abends wieder. Wir laufen im Dunkeln unter der Woche, samstags – ab 1.11.08, also nach der Zeitumstellung – oder dienstagvormittags ist es noch hell. Doch wer kann schon vormittags zwischen 9.30 und 10.30 laufen? Rentner und arbeitsscheue? Weit gefehlt, der Trend geht zur flexiblen Arbeitsgestaltung, d. h. es gibt einige, die sich dienstags morgens freinehmen, um noch im hellen zu laufen. Doch laufen die meisten natürlich im Dunkeln, und dafür gibt es einiges zu beachten:
Besonders wichtig ist im Winter und bei Dunkelheit, dass du auch auf andere achtest. Nein, nein, du sollst den Nebenläufer nicht anmachen, weil er nicht nach der neuesten Mode gekleidet ist, sondern Bescheid geben, wenn jemand in der Gruppe zurückfällt und Probleme mit dem Tempo, dem Mittagessen, dem Croissant von vorhin oder ähnliches hat.
In der Dunkelheit sollte keiner allein zurückbleiben, auch nicht, wenn er oder sie sich falsch eingeordnet haben sollte und es augenscheinlich seine/ ihre eigene Schuld ist. Sag auch bitte weiter, wenn ein Radfahrer naht, wenn eine andere Gruppe überholt oder es den hinter dir befindlichen Mitläufern schlichtweg zu schnell oder sonstwas ist. Weitere nette Gesprächsthemen sind Pfütze links
, Holz rechts
und Matsch
. Selbst diejenigen, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind, wissen nach dem ersten Kontakt gleich, um was es sich handelt und können so ihr Vokabular ergänzen.
Winter-Depressionauf dich zukommen? Raus in die frische Luft, dann ist alles gleich viel besser. Denn wenn man vom Kalten so richtig ins schön warme Zimmer kommt und unter die Dusche oder ins Bad springt, fühlt man sich einfach großartig. Und die Kekse und Schokolädchen kann man sich auch hinterher noch schmecken lassen.
Zum Abschluss ist noch zu sagen: es gibt keine schlechte Jahreszeit zum Laufen oder Walken. Alle Jahreszeiten haben ihr Gutes, es ist immer anders: Im hellen schaut man nach der Landschaft, im Dunklen spürt man den Boden unter den Füssen, riecht und hört mehr. Laufen schärft sozusagen unsere Sinne.
Letzte Änderung: 2008-11-03 (Mathias Halbach)