Tipps für das Laufen im Oktober

Im Oktober werden die Tage kürzer, die Abende länger, die Temperaturen niedriger – zumindest in einem normalen Oktober, wie wir ihn von früher kennen. Die Blätter färben sich langsam, es riecht nach Herbst. Hast du schon mal die Sonne zwischen den Bäumen durchblinken sehen, oder den Nebel, der langsam hochsteigt und von Sonne bestrahlt wird? Wenn nicht, dann wird es Zeit zum Laufen in den Wald zu gehen und die Natur zu genießen.

Abends kann es abkühlen, so dass du vielleicht bei 18 Grad losläufst und bei 10 Grad zurückkommst. Kurze Hosen, für 18 Grad durchaus angesagt, sind den meisten Frauen bei 10 Grad ein wenig frisch, den Walkern sowieso. Also, das Wetter beobachten. Aber bitte zieht keinen Fleece-Pulli oder Rollkragen an, sobald es unter 20 Grad geht, du bekommst einen Hitzestau und kannst dich gar nicht mehr gescheit fortbewegen. Westen sind ideal, du hast die Arme noch frei und sie sind angenehm warm am Rücken. Die etwas empfindlicheren unter euch sollten jetzt auch wieder zu Funktions-Unterwäsche greifen, besonders wenn ihr nach dem Laufen mit dem Auto oder Rad nach Hause fahrt, kann der Rücken schnell kalt werden und es kann zu unangenehmen Überraschungen am nächsten Tag kommen. Es gibt im Herbst und Winter immer mal Sonderangebote oder Sonderaktionen, sich dies kostengünstig zuzulegen.

Die meisten Läufer und Walker sind im Oktober in Hochform, insbesondere wenn du den ganzen Sommer trainiert hast, ohne größere Pausen zu machen. Es ist also auch eine Zeit, in der du mal eine Gruppe höher probieren könntest. Tue das nur an einem Tag, an dem du dich super gut fühlst und nicht nach einem stressreichen Arbeitstag, nur weil du es dir für heute vorgenommen hattest. Meist merkst du auch von alleine, ob eine Gruppe höher besser wäre, denn wenn du kaum aus der Puste gelangst und dir nach einer Stunde laufen immer noch kalt ist, wäre es vielleicht an der Zeit, etwas mehr Power zu geben. Kannst natürlich auch Handschuhe anziehen, ist weniger anstrengend :-)

Herbst bedeutet für viele Erkältungs- und Grippewetter. Doch fragen ich mich: Bekommen Läufer oder Walker überhaupt eine Erkältung? Die sind doch abgehärtet und nicht so verweichlicht. Na ja, hier mal nicht so streng. Natürlich sollte das Imunsystem eines Sport-Treibenden besser sein als das der übrigen Menschheit, aber auch Läufer sind in Kontakt mit netten, kleinen biestigen Vieren in Büros, aus Klimaanlagen, auf Langstreckenflügen. Oder sie sind mal übertrainiert und eher empfindlich als der ausdauertrainierte Nicht-Wettkämpfer. Deshalb: Laufe nie, wenn du eine Grippe oder gar Fieber hast. Zum einen wird der Körper zu sehr erhitzt und somit belastet und zum anderen wirst du schnell feststellen, dass du gar keine Leistung bringst. Es kann auch zu bleibenden Schäden führen, insbesondere am Herzen oder an der Lunge, wenn du mit einer Erkältung oder gar Grippe läufst. Warte lieber ein paar Tage, und dann wirst du die Erkältung auch schneller wieder los. Denn was ist lästiger als eine Erkältung, die monatelang andauert. Also, ein heißes Bad, ein heißer Tee und ab auf die Couch oder ins Bett.

Aufgepasst: jetzt nicht den Winterspeck anfressen, wir sind weder Igel noch Bären, die Winterschlaf halten, wenngleich dieser Gedanke auch manchmal ganz verlockend erscheint. Was wir uns jetzt drauf-futtern, müssen wir im Frühjahr wieder abnehmen. Wenn ihr euch schlapp fühlt, geht lieber mal ins neue Jugendstilbad oder in die Sauna – oder noch besser in die Muckibude, dann geht es schon wieder besser. Oder unternehmt ein geselliges Läufchen mit netten Menschen.

Beim Laufen bei Nässe habe ich schon die unterschiedlichsten Varianten gesehen. Fest steht, dass ich noch keinen getroffen habe, der eine absolut dichte Jacke oder Hose besitzt, die dann auch noch zum Laufen geeignet wäre. Du solltest dich entscheiden, ob du nass wirst, weil du schwitzt, also von innen, oder von außen nass wirst. Neoprenanzüge habe ich noch nicht probiert, aber würde sicher auch sehr interessant aussehen :-) Aber Spaß beiseite, bei wärmerem Wetter ist durchaus die ganz normale Funktionskleidung zu empfehlen, die trocknet auch schnell, wenn es wieder nachlässt. Goretex-Schuhe haben sich im Winter oder bei viel Nässe bewährt, ebenso Kleidung aus ebengenanntem Material, wenn es nicht zu warm ist. Absolutes Augenmerk ist darauf zu richten, die Regenkleidung auch am Hals zu schließen, denn wenn es hinten rein regnet, wird es innen nicht trocken bleiben. Habe ich experimentell in mehreren Regenläufen ermittelt. Was ganz nützlich ist, ist eine Kappe oder Mütze, so dass es dir nicht so sehr in die Augen regnet. Die Walker habe ich auch schon mit Regenschirm anrücken sehen, ob er während des Walkens aufgeblieben ist, entzieht sich meiner Kenntnis.

Den Saisonabschluß Ende Oktober bildet der Frankfurt-Marathon in unseren Breiten. Ein sehr schönes Ereignis, an dem sicher auch wieder viele Läufer unseres Lauftreffs teilnehmen werden. Ich wünsche Euch das beste Wetter, Sonnenschein und 15 Grad, und eine gute Form. Lasst es langsam angehen, der Marathon fängt bei km 30 an. Wer bei 33 schon dem Mann mit dem Hammer begegnet, hat ein hartes Finish vor sich. Aber ich persönlich blicke lieber positiv in die Zukunft, und so sehe ich einem anderen wunderbaren Laufereignis entgegen.

10.10.08 Veronika

Letzte Änderung: 2011-09-08 (Mathias Halbach)